Teneriffa

November 29th, 2008 von administer

Unser Aufenthalt in Teneriffa war sehr vielseitig, aber ich persönlich mag die schönen Seiten des Lebens am liebsten, also werde ich ein bisschen über unsere Freizeit schreiben. Ich wäre sehr froh wenn dies der längste Artikel wird, aber wir hatten auch sehr viel zu arbeiten, also ist es ungewiss. Nach dem eher kühlen Aufenthalt in Marokko, zeigte sich uns Teneriffa (im wahrsten Sinne des Wortes) von seiner sonnigen Seite. Um das schöne Wetter auszunutzen haben wir mit meinen Großeltern, die hier für 5 Wochen im Urlaub sind und unseren Gästen Günter und Sonja ein paar Tage am Strand verbracht, um unsere leider

etwas blasser gewordenen Rücken in der Sonne brutzeln lassen. Dort gab es zwischen Wasser-Ski und Banana-Boat auch vier Jet-Skis mit denen wir zweimal zwanzig Minuten mit ca. 60 km/h durchs Wasser gedüst sind. Es war einfach hammergeil! Ich kanns nur weiter empfehlen!

(Ich entschuldige mich bei den Erwachsenen, die diesen Artikel lesen für das Wort, doch das beschreibt es am Besten, außerdem drücke ich mich im Internet ja sonst ziemlich gewählt aus.) Sollte trotzdem jemand Grund zur Beschwerde haben, kann er das per E-Mail tun. Ansonsten haben wir noch drei Touren ins Teide-Gebiet gemacht, zwei davon mit mir. Der Teide ist mit über 3700m der höchste Berg in Teneriffa und damit auch in Spanien. Die Landschaft ist zwar schroff, karg und felsig, verströmt aber eine magische Schönheit, was vielleicht durch die Ruhe und Unberührtheit dort oben kommt. Bis auf ein paar Sträucher wächst nicht viel und die einzigen Tiere, die wir zu Gesicht bekamen waren ein paar Insekten, zwei Hunde und etwa 25cm lange Eidechsen, die wie Wolfgang feststellen musste ziemlich fest beißen können, wenn man ihnen ein Stück Brot hinhält.


Zwischendurch muss ich doch noch etwas Negatives hinzufügen und das ist der Massentourismus. Es war für mich nach Marokko ziemlich erschreckend wie viele Leute hierher gereist kommen. Es ist fast so schlimm wie in Mallorca. Sogar die Supermärkte haben nahezu deutsches Sortiment und das schöne Bild der Küstenlinien ist mit Betonklötzen zugebaut, was eine Folge des Tourismus ist. Nicht so schlimm ist es im Norden Teneriffas, den wir aufgrund eines Wetterumschwungs, der das Baden unmöglich machte, besucht haben. So sind wir mit grauen Regen über dem Autodach Richtung Santa Cruz gefahren. Auf dem Weg, der zuerst durch eine wunderschön ursprüngliche Berglandschaft führte haben wir Los Gigantes angeschaut. Riesige Felsen, die Küste hin über 300m senkrecht abfallen.

Ansonsten gab es viele Vorbereitungen für die Überfahrt, aber Das wird von der restlichen Crew noch erzählt.
Ach ja: Die Mandarinen schmecken auch hier ausgezeichnet.

(Felix)

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Mohamedia – Rabat

November 8th, 2008 von administer

Bei unserem ersten Abstecher in den Atlantik, nämlich von Tanger nach Mohammedia, hat er sich uns von einer eher hässlichen Seite gezeigt.
Wir hatten uns das so vorgestellt: wir setzen den Blister und segeln mit dem vom Wetterbericht versprochenen Nordwind einfach in unseren Zielhafen. Leider hat uns das Wetter aber enttäuscht. (Oder eher der Wetterbericht… Kann man dem Wetter Vorwürfe machen wegen falscher Hoffnungen? 🙂

Genug Philosophie. Die Welle kam von der Seite und schüttelte uns ordentlich durch, was natürlich zur Folge hatte dass Carina, Moritz, ich und teilweise auch Milena die ganze Strecke lang seekrank waren. An Wolfgang blieb also alles Seglerische hängen.
Endlich in der Marina angekommen bekamen wir einen schönen Liegeplatz doch wir durften nicht sofort Verschnaufen denn zuvor musste noch der in Marokko für jeden Hafen erforderliche Papierkram erledigt werden. Erfreulicherweise sind die Beamten – vergleichbar mit Tunesien – auch hier sehr menschlich und zuvorkommend. Man wird von jedem einzelnen in ein Schwätzchen verwickelt und manche fragen nach Süßigkeiten für ihre Kinder. (Milena konnte erfolgreich die letzte Packung Smarties verteidigen.)

Mittlerweile haben wir uns ganz gut eingelebt, da wir schon ein paar Tage in Mohammedia festsitzen. Immerhin wurde schon ein kleines Restaurant zur „Stammkneipe“ ernannt, wo man wirklich gut und preiswert essen kann. Der absolute Oberhammer dort sind die frisch gepressten Säfte!

Am Freitag unternahmen wir einen Ausflug nach Rabat mit der Bahn, was sich als unerwartet problemlos erwies, wenn man von den arabischen Anzeigetafeln absieht. In Rabat gönnte ich mir eine Art marokkanische Fischsemmel, die meinem Magen ungefähr so gut bekam wie ein Boxhieb von Muhammad Ali. An Sehenswürdigkeiten kamen uns eine schöne Stadtmauer und ein netter Garten mit (verhältnismäßig) sündhaft teuren Süßteilchen in die Quere.
Der Gesamteindruck der Stadt ist leider schon etwas europäisch und ganz gewiss kein Traum aus 1001 Nacht. Doch wir hoffen, dass sich das bei unserem nächsten Ausflug nach Marrakech ändert.

(Felix)

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unterwegs nach Agadir

November 6th, 2008 von GALEB

Wir können endlich wieder weiter, nachdem uns das Wetter eine Woche lang in Mohammedia festgehalten hat. Die Zeit dort haben wir durchaus genossen und schöne Dinge erlebt. Aber nun sollten wir weiter nach Süden ziehen.
Gerade eben halte ich alleine Nachwache – die restliche Crew schläft. In der Nähe von Casablanca ist jede Menge Schiffsverkehr. Ich stopfe mir ein dutzend Mandarinen rein – kann garnicht genug davon kriegen. Eine kulinarische Offenbarung, ein echter Ei-Öffner – da macht selber schälen noch Spaß. Die kleinen Kugeln sehen unscheinbar aus aber schmecken himmlisch – und das Beste daran: nach dem Schälen bleiben keine stinkenden, klebrigen Finger.
Zu Hause kennt man nur noch vergiftete Schalen, damit das Auge auch was kriegt. Klar, wenn ein Obstverkäufer oder eine Marktfrau die Ware empfehlen könnte, weil sie schmeckt, dann darf sie ruhig auch mal ohne Hochglanzpolitur in der Auslage liegen. Aber Hein Blöd muss sich selbst bedienen und darf nix vorher probieren – nur gucken. Alfo Leute, ihr folltet nach Marokko kommen und felber probieren, wie Obft auch fmecken kann. Mahlzeit!

(Wolfgang)

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