Überfahrt (19.7.2015)

Juli 21st, 2015 von admin

Eine junge Crew ist nun in See gestochen – nur der Käpten ist noch älter, als er letztes Jahr schon war. Schiff klar machen, verproviantieren und dann in die Nacht hinein von Italien nach Kroatien. Nachdem uns auf der gesamten Überfahrt kein Lüftchen zu Hilfe kam, haben wir unter Motor den kürzesten Weg nach Sali gewählt um die lästigen Grenzformalitäten hinter uns zu bringen. Zeit wird´s, dass die Kroaten das Schengen-Abkommen unterzeichnen! 70 Sm und 20 Motorstunden später haben wir uns eine ruhige Bucht zum Übernachten gesucht, nicht ohne zuvor erneut fürstlich zu Schlemmen. Da staunt der Skipper, was die jungen Smutjes da so zaubern – einfach lecker.

Prima Stimmung an Bord – so sehen wir einer unvergesslichen Abifahrt entgegen.

(Wolfgang)

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Poesie I

Oktober 27th, 2014 von Wolfgang

Da auf Himbeerblau dank Dieter *) nunmehr ein Fenster zu zeitgenössischer Kunst aufgestoßen wurde, möchte ich nicht anstehen, hier eines meiner Frühwerke zum Besten zu geben.

 

ROSI

Rosi sponn:

sie nannte

Franz Joseph,

Joseph Maria,

Maria Magdalena,

Karl Gustav,

Gustav Adolf,

Hans Peter,

Johann Wolfgang.

Doch:

Rosi nannte

Rosinante Rosinante.

Echt!

(Wolfgang, ca. 1990)

*) P.S. genau genommen haben wir hier bereits am 2.4.2010 ein Kleinod aus der Feder von Rudi Arp veröffentlicht.

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Der Fender (3.10.2014)

Oktober 5th, 2014 von admin

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Ihre Formenvielfalt ist sehr bescheiden.

Es gibt nur die kugeligen und die, die zum Schlanken neigen.

Farblich eher auch dezent,

weil man meist nur weiße kennt.

Ausgenommen es ist des Eigners Wille,

dann tragen sie auch eine Hülle.

Sie können auch nicht zur Freiheit drängen,

weil sie ja ständig an der Leine hängen.

Eben daran entfalten sie ihr wahres Können

indem sie das Boot von der Mole trennen.

Da werden sie gepresst, gerieben und geschunden,

teils Wochen lang – manchmal nur für Stunden.

Die Boote hätten doch

ohne sie hässliche Ränder

Daher: ein dreifach Hoch!

I love you, Fender

(Dieter)

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Das Glück des Ahnungslosen (30.9.2014)

Oktober 4th, 2014 von GALEB

Heute Nachmittag prasseln plötzlich massenhaft SMS- und Sprach-Nachrichten auf diverse Mobiltelefone an Bord. Beim Rückrufen erfahre ich, dass meine Geldbörse gestern in Zadar gefunden worden sei. Bis dahin war meine Welt noch in Ordnung gewesen, denn glücklicherweise hatte ich bis dahin von deren Verlust noch nichts mit bekommen. Aufgrund der Mitgliedskarte des BLV (Bayrischer Luftsportverband) in meinem Geldbeutel, bekam meine Frau von dort die sehr zurückhaltende Information über die mögliche Tatsache eben dieses Verlusts. Ein gewisser Dragan, zu erreichen unter einer kroatischen Telefonnummer, lies wissen, dass sein Neffe meine Geldbörse gefunden hätte und diese gerne zurückgeben wolle.

Wir waren an diesem Tag bereits von Zadar aus nach Muline auf der Insel Ugljan gesegelt und in einer sehr schönen Bucht mit Sandstrand vor Anker gegangen. Mit Dragan verabredete ich umgehend ein Treffen für den nächsten Tag am Fähranleger in Zadar, denn vom Ort Preko auf Ugljan gibt es eine gute Fährverbindung dort hin. Unser Skipper hatte sich zufällig für den kommenden Tag mit Peter Willenbücher – einem Saison-Ugljaner – verabredet, um sich nach möglichen neuen Liegeplätzen für die GALEB auf der Insel umzusehen. Dank Peter löste sich so mein Transportproblem von Muline nach Preko und zurück wie von Geisterhand.

Der Rest der Geschichte erzählt sich fast von alleine. Ein zwar kurzes aber sehr herzliches persönliches Kennenlernen mit dem Finder und dessen Onkel Dragan. Schnelles Photo Shooting. Übergabe der Geldbörse. Ausgiebig Dankeschön sagen. Das Taschengeld des jungen ehrlichen Finders durch einen Finderlohn aufbessern. Und schon war alles wieder vorbei.

Dragan + Neffe

Dragan ist übrigens in Kempten aufgewachsen und hat dort nach der Schule Schreiner gelernt. Jetzt lebt er mit Frau und Kindern in Zadar und vermisst das Allgäu, die Schneewinter und das Snowboarden.

Und beinahe hätte ich es vergessen. Ganz wichtig: Entwarnung in Richtung Heimat senden, damit sich alle Nerven wieder entspannen können.

Diese Geschichte hat also ein gutes Ende gefunden.

Glückskind Dieter

Das schönste daran ist für mich, dass sich das Vorurteil „Die Welt wird immer schlechter“ wieder einmal nicht bestätigt hat.

Die Guten und ehrlichen sterben eben nicht aus. Man muss sie auch nicht suchen. Sie begegnen uns alltäglich. Offensichtlich sind unsere Sensoren durch die Medien stark dejustiert.

(Dieter)

 

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Saisonende (28.9.2014)

September 28th, 2014 von admin

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Die GALEB ist mit vier Piloten zu einer entspannten Tour unterwegs um sich gebührend auf das Saisonende einzustimmen. Eine herrliche Überfahrt unter sternklarem Nachthimmel hat uns unter Segeln bis vor die kroatische Küste geführt. Dach sprunghafter Winddrehung musste auf den letzten 15 Meile der Jockel helfen.

Jetzt gibts erstmal ein leckeres Frühstück vom Smutje (Klaus)
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Herzliche Grüße in die Heimat aus Sali.

(Wolfgang)

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Naturforscher (1.9.2014)

September 1st, 2014 von admin

Wer schaut denn da so verschlafen aus der Luke?

Lausbub

Na wer wohl? Der Ultraleichtmatrose!

Und warum freut er sich so?

Weil er seinen Freund Arne dabei hat.

…LAUSBUB!!!…

Naturforscher

Zwei angehende Naturforscher erkunden ausgiebig den Kiesstrand und schleppen jede Menge Kleintiere (z.B. Einsiedlerkrebse, Krabben, Wasserschnecken, Seepocken, Seeigel, Seesterne usw.) an Bord!

Schreck

…und Grillen!

Leider ist der Urlaub schon fast zu Ende und wir fahren wieder heim.

(Milena)

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Genusssegeln (30.8.2014)

August 30th, 2014 von admin

Galeb in Luka_01

Friedlich liegt die GALEB in der Bucht von Luka auf Dugi Otok. Unser bisher einziger Tag mit kurzem Regen und bewölktem Himmel. Glücklicherweise war die Eintrübung schon am nächsten Tag vorbei und wir haben uns von achterlichen Winden 🙂 nach Murter treiben lassen. Easy living unter Blister. Uns geht’s richtig gut hier!

Topher_01

(Wolfgang)

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Surfen im Farbenmeer (27.08.2014)

August 27th, 2014 von admin

Federleicht und wie auf Wolken gleiten wir während der Überfahrt von Italien zu der kroatischen Insel Sali auf der ruhigen See dahin. Die Sonne, welche sich gegen Ende des Tages zur Rast legt, verwandelt alle Horizonte um uns herum in ein beschauliches Farbspektakel. Zu unserer Backbordseite vermischen sich spielerisch rot-orange Töne, und in Steuerbordrichtung geben sich ein helles Blau und sanfte Grau-Facetten die Hand. Hat man den Beginn der neuen Bundesligasaison im Hinterkopf, so wirkt das Spiel der Farben wie eine Begegnung zwischen dem FC Bayern und dem 1860 München –und wir steuern dabei genau auf das Derby zu!

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Zeigt das Bild nun einen Sonnenauf- oder –untergang? Nun mich auf meiner ersten Katamaranüberfahrt hat der Zustand eines Delirium während des Tages aber auch bei der Nachtwache begleitet und ich war mir nie so ganz sicher in welcher Wachphase ich den neuen Tag/die neue Nacht beschreiten würde. Letztendlich hab‘ ich drauf gepfiffen und war froh und neugierig auf jede neue Erfahrung die kommen würde.

Wir sind auf Sali angekommen und die Crew ist wohl auf! Der Captain führt die Meerjungfrau gerade zum Café aus, die beiden Ultraleichtmatrosen haben sich von ihren Quallenstichen weitestgehend erholt und strotzen wieder voll Entdeckerlust, und die beiden Dingi-Captains sind nach nächtlicher Planschmiede höchst motiviert, die Welt auch an Land zu verändern. Ahoi!

(Topher)

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