Leinen los!

August 25th, 2008 von administer

Wir haben mit unserem Schiff den Hafen verlassen und sind in See gestochen.

Wie viele Menschen leben tagein tagaus ihren gewohnten Alltag, obwohl sie insgeheim davon träumen, etwas grundlegend anders zu machen.
Jeder kennt aus eigener Erfahrung die Angst vor dem Unbekannten und Ungewissen. Deshalb finden so wenige Ideen, Phantasien und Träume den Weg in die reale Welt. Stattdessen hält man lieber an Altgewohntem, vermeintlich Bewährtem fest.

Am 10. August 2008 hat unsere kleine Familie die Leinen losgeworfen, die bis dahin unser Boot im vertrauten Hafen sichert festgehalten hatten. Auch wenn wir uns zuhause wohlfühlen, sowohl im Beruf, in unserem blauen Haus und im Freundes- und Familienkreis haben auch wir lang gehegte Träume, die auf den ersten Blick zu phantastisch erschienen, um jemals realisiert zu werden.

Wir wollen mehr von der Welt sehen und erleben und unseren Kindern frühzeitig zeigen, wie vielfältig und facettenreich die Erde und ihre Bewohner sind. Darüber hinaus glauben wir, dass soziales Miteinander und Toleranz auf einer sich verändernden Bühne besser wachsen können. Auch für den Einzelnen bietet unser Trip die Chance, sich in stets neuen Situationen zu erleben und zu bewähren. Dies fördert das Vertrauen in die eigenen Stärken und das Leben.

Für die Alternativen, die Welt zu Wasser, zu Land oder durch die Luft zu erkunden, ist für erstere ein Boot eine hervorragendes Mittel. Wir haben uns also vor geraumer Zeit ein Segelboot gekauft und für eine Langfahrt mit Familie ausgerüstet.
Ideal für unsere fünfköpfige Familie – ein Katamaran.

Auch wir selbst haben uns nicht vorstellen können, was zur Vorbereitung und umsichtigen Planung eines solchen Projektes alles gemacht und bedacht werden muss. Glücklicherweise haben wir diese Phase geschafft und sind nun tatsächlich aufgebrochen.

Der Abschied in Izola war sehr bewegend, da so viele liebe Freunde den weiten Weg gekommen waren, um uns gebührend zu verabschieden und Teile unserer Ausrüstung zu transportieren. An dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank, an alle, die uns vor Ort und zu Hause unterstützt haben!

Für die Anfangsphase bekam unsere Stammcrew gleich wertvolle Unterstützung durch den Mitbootseigner Andreas mit Partnerin Claudia und ihrer Freundin Christine.

Mit acht Seemännern und Seemänninen 🙂 voll besetzt brechen wir auf zur ersten Etappe entlang der traumhaft schönen kroatischen Küste. Das Einklarieren in Umag erwies sich diesmal entgegen aller Befürchtungen als ziemlich unbürokroatisch, ja fast sogar menschlich.

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