Indian River

Februar 26th, 2009 von administer

Am Zweiten Tag den wir in Dominica verbrachten, standen wir besonders früh auf, denn wir wollten den „Indian River“ anschauen. Wir stellten uns den Wecker auf halb sieben, damit wir rechtzeitig zu unserem Termin mit einem Tourguide kamen, der uns den Indian River entlang rudern sollte. Wir waren pünktlich um acht Uhr dort, doch der Guide war nicht da. Sofort sprachen uns zwei andere Guides an, die sich gegenseitig den Preis herunterhandelten. Als wir dem einen zustimmten, dass wir mit ihm fahren, kam schließlich der Tourguide mit dem wir die Verabredung hatten. Zum Glück waren sie von der gleichen Rudergesellschaft. Alle stiegen ein und los ging es.

Die Landschaft war atemberaubend schön. Wir sahen einen weißen Wasservogel, eine Art Blesshuhn, und einen Leguan der ganz oben in einem Baum saß. Dadurch dass wir im Ruderboot saßen, wurden die Tiere nicht verscheucht.

Manchmal fing es an zu regnen, aber nur für höchstens zwei Minuten. Dann stoppten wir an einer Bar. Wir tranken nichts, da wir wenig Zeit hatten, und weil der Rudere nicht so lange wollte. Wir gingen dort noch kurz einen kleinen Weg, wo wir Kolibris sahen, die mit ihren spitzen Schnäbeln Nektar aus den Blüten holten.

Ein Stück weiter sahen wir sogar eine kleine Ananas wachsen. Zuletzt sammelten wir noch kleine rote Samen ein, bevor wir den Rückweg antraten. Mal sehen, ob wir für Milena daraus eine hübsche Kette basteln können.

(Moritz)

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Urlaub

Februar 20th, 2009 von administer

Falls sich jemand wundert, warum´s so lange nichts Neues gab auf Himbeerblau: wir machen mal Urlaub. So richtig. Mit Lesen, Schwimmen, Muschelnsammeln, meditativem Kokosnussschleifen und Basteleien aus Früchten und Samen der Karibik. Gelegentliche Ausflüge machen das Urlaubsprogramm komplett.

Unser schwimmendes Zuhause liegt nach wie vor in der Bucht von Portsmouth auf Dominica – in wunderbar klarem Wasser. Die Insel bietet eine unglaubliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren, Wasserfällen, Flüssen, Schwefelquellen…

Und das Beste ist hier momentan, dass es alles zu kaufen gibt, was wir zum Leben so brauchen. Das ist nämlich auf Martinique und Guadeloupe, den Inseln im Süden bzw. im Norden von Dominica, gerade nicht der Fall. Seit Wochen wird dort wegen zu hoher Lebenshaltungskosten gestreikt, es gibt weder Lebensmittel, noch Geld am Automaten, noch Diesel. Durch die Straßen ziehen die Menschen fahnenschwingend unter dauertrommelnden Sambatrommeltrupps. Die Bevölkerung behilft sich wohl, denn es gibt Fisch, Früchte, Kokosnüsse, und frieren muss auch niemand. Trotzdem wirkt das Ganze nicht so einladend, und wir werden das Faschingstreiben wahrscheinlich lieber hier auf Dominica genießen.
Hellau und Allaf aus der sonnig warmen Karibik nach Hause!

(Carina und Wolfgang)

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Paradise found

Februar 3rd, 2009 von administer

Nach einer Nachtfahrt von St. Vincent Richtung Norden landen wir im Morgengrauen quasi auf dem Titelbild unseres Reiseführers – in der Soufriere-Bay, St. Lucia – Berge, Urwald, Meer und eine kleine Stadt – und nur drei oder vier Boote, die diese Idylle mit uns teilen.

In der Stadt gibt es einen Supermarkt und dort gibt es sogar (erschwingliche) Haferflocken – Juhuu!
Und in der Nähe der Stadt gibt es einen so genannten Drive-In Vulkan. D.h. man kann mit dem Auto bis an den Krater fahren, wo es höllisch nach Schwefel stinkt, schwarze Pfützen kochend heiß blubbern und Rauchschwaden in der Luft stehen. Interessant – und in zehn Minuten gesehen.

Viel ausgiebiger besichten wir das Piton-falls-mineral-bath. Ein wunderschöner Pfad durch gezähmten, supergrünen und blühenden Urwald führt uns zu einem Wasserfall, dessen warmer Guss in ein Becken plätschert in welchem wir uns ausgiebig und genussvoll aalen. So wie hier muss es wohl im Paradies aussehen. Milena übt mit Hingabe schwimmen und tauchen und ist auch, als wir alle schon ganz aufgeweicht sind, nur unter heftigem Protest aus dem Wasser zu bewegen.

Auch einen Tag später und eine Bucht weiter ist es nicht minder paradiesisch. Wir ankern vor einem Palmenstrand, ein paar Strohhütten, nur eine Handvoll Leute… schnell das Schnorchelzeug gepackt und auf zum Strand! Doch auch der Weg ist schon Teil des Ziels – eine traumhafte Rifflandschaft in wunderbar klarem Wasser. Korallen in verschiedenen Formen und Farben und viele viele bunte Fische.

Der kleine Strand ist schnell erkundet und so schauen wir uns noch im angrenzenden Urwald um. Oooohh – da gibt’s Kokosnüsse zu Hauf! So viele wir tragen können schleppen wir zum Strand, wo uns zwei nette Rasta-Jünger zeigen, wie die Nuss möglichst kraftsparend mit der Machete aus ihrer Faserhülle befreit und geöffnet wird. Achtundzwanzig braune Eier schälen Wolfgang und Andi aus ihrem Bastmantel für die Bordvorräte. Trotz der erlernten Technik ein schweißtreibendes Stück Arbeit. Die Nüsse schmecken herrlich und ein bis zwei davon gönnen wir uns täglich. Hey man – feels like paradise.

(Carina)

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