Abenteuer (30.7.2015)

August 6th, 2015 von administer

Die Zeit an Bord hilft den Musen auf die Sprünge. Was zuvor schon Topher widerfahren ist übermannte nun auch Dieter erneut. Daher also hier eine weitere Weltpremiere gutbürgerlicher Dichtkunst:

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Abenteuer heißt – jeder würde wetten –

nur immerzu ein Leben retten.

Mag man sich auch noch so zieren,

diese Ansicht muss ich revidieren.

Nämlich diese Dinge sind zu schaffen:

In größter Hitze Proviant beschaffen.

Vor dem Baden daran denken:

„Meine Brille nicht versenken!“

Auch Lästereien sind an manchen Tagen

Ganz cool und locker zu ertragen.

Ebenso mal in den Tag zu träumen

Von neuen Sphären, anderen Räumen.

Oder einfach nur mal sitzen

Und in der Sonne höllisch schwitzen.

Abenteuer sind oft ganz, ganz kleine.

Das ist es was ich hiermit meine.

(Dieter)

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Auf dem Schlag nach Sibenik (29.7.2015)

August 4th, 2015 von administer

Nach einer Woche mit einer vergleichsweisen sehr jungen Crew durfte oder musste sich Skipper Wolfgang für diese Woche mit einem etwas reiferen Matrosenkreis auseinandersetzen.

Wir, die etwas ‚betagteren‘ Segelhungrigen, Dieter, Klaus und ich, gingen, nach einer lockeren, stau- und problemlosen Nachtfahrt, auf der Insel Murter an Bord und hoben somit das Durchschnittsalter der Crew schlagartig um ca. 40 Jahre an. Lediglich Moritz relativierte diesen Umstand ein wenig nach unten.

Für mich – der erste Segeltörn meines Lebens – fühlte sich das alles sehr spannend an. Die ‚sagenumwobene‘ GALEB endlich einmal in Natura zu sehen, die wunderschöne kroatische Inselwelt von Meeresseite aus bewundern zu können, sowie das traumhafte Wasser der kroatischen Adria genießen zu dürfen. Und natürlich… das erste Mal auf einem hochseetauglichen und –geprüften Katamaran zu segeln.

Nach dem Bunkern von allerlei Ess- und Trinkbarem legten wir endlich ab – aus so wirklich Segeln wurde aber vorerst noch nichts, denn nach dem morgendlichen Willkommensgewitter war der Wind vollständig eingeschlafen und wir fuhren mit Motorkraft in eine kleine Bucht vor der Insel Arta und verbrachten erst einmal einen relaxten Badenachmittag. Die Insel selbst unbewohnt bis auf ein paar meckernde Ziegen die uns einen Gruß vom Ufer herüber blökten.

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Wir Autofahrer waren ein wenig erschlagen und versuchten zuerst unseren Auto-Jetlag ein wenig mit Dösen an Deck auszugleichen.

Aber dann kam es doch noch zum Segeln – zumindest für Moritz, Wolfgang und mich…und zwar abwechselnd mit dem Dingi und Wolfgangs neuem ‚Toy-Joy‘ einer Segelvorrichtung für das Dingi. Neben dem Schwimmen im türkisblauen Wasser eine nette Abwechslung.

P1090861_Giovanni in SB

Am Tag 2 und 3 segelten wir mit leichter bis ganz schönen Wind durch die Inselwelt und fanden aufgrund des Skippers Spürnase (oder Kartenkenntnissen) jeweils sehr ansprechende kleine Buchten auf den Inseln Zlarin und Zirje zum Ankern und um die südlichen Abende zu genießen. An diesen wurden wir von unserem Schiffskoch Klaus mit viel Hingabe und unter sehr heißen und somit erschwerten Bedingungen kulinarisch verwöhnt, Besonderen Dank an Dich Klaus!

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Jetzt gerade sind wir auf dem Weg nach Sibenik um für mich ‚Schussel‘ nach einer Lesebrille zu suchen, denn meine schöne teure Gleitsichtbrille habe ich leider auf der Insel Zirje in neun Meter tiefem Wasser unwiederbringlich im Seegras versenkt. Nur dem Umstand geschuldet, dass ich mit Dieters, für mich eher zu schwachen Gleitsichtbrille einigermaßen lesen und schreiben kann, entsteht gerade dieser kleine Bericht.

Dieses eher dumme Erlebnis ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich so langsam zur Ruhe komme und merke, dass es mir gefällt auf dem Meer, mit diesem schönen Katamaran von Insel zu Insel zu segeln und zu spüren, wie die Zeit als solches ein Stück seine Wichtigkeit verliert. Nichtstun, schauen, genießen und loslassen…

Sehr schön und ein großes Grazie an Wolfgang, dass Du beim Zusammenstellen der Crew für diese Woche an mich gedacht hast

Eine wertvolle Erfahrung für mich.

(Giovanni)

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