SY Galeb, Rettung im Atlantik mit Hilfe von PACTOR (Artikel von 12/2013)

Mai 12th, 2016 von admin

Michael Wnuk hat auf der Webseite von SCS (Hersteller Pactor-Modem) einen schönen Bericht über unsere Havarie am 12.5.2009 erstellt, der mittlerweile über den direkten Link nicht mehr erreichbar ist. Damit dieses Dokument nicht verloren geht, stelle ich Michaels Bericht anlässlich unseres 7. Jahrestags auf Himbeerblau.de direkt bereit:
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Wolfgang Merz segelt auf seiner GALEB mit Familie in die Karibik und zurück. Mitten auf dem Atlantik kann PACTOR zeigen, welchen Wert es haben kann.

Alles klar auf der SY GALEB
Alles klar auf der SY GALEB

Als ich Wolfgang (44) zum ersten Mal traf, war dies beim Shipshop auf der BOOT 2008. „Hey, Du kennst Dich doch mit PACTOR aus“, sprach er mich an. Nach einer Stunde hatte ich alle seine Fragen beantwortet. Von E-Mail über Wetterfax bis zu den GRIB-Files. Wolfgang war nun glücklicher Besitzer eines PTC-IIusb. Ich war nicht ganz so glücklich, weil Wolfgang seine Anlage mit einem IC 7000 betreiben wollte. „Wolfgang,“ wendete ich ein:  „Der IC 7000 ist ganz neu auf dem Mark, sehr kompakt und wahrscheinlich sehr empfindlich. Ein ausgereiftes Gerät, wie der 706MKIIG passt besser zu dir und deinem Boot.“ Aber Wolfgang hatte sich schon entschieden, und den Preis konnte ich nicht halten.

Bis letzte Woche habe ich nichts mehr von Wolfgang gehört. „Das ist gut. Kunden, die sich nicht mehr melden, sind glückliche Kunden,“ meint Nathalie in unserer Küche, als ich ihr von Wolfgang erzähle, der mit seiner Frau und seinen drei Kindern einmal Karibik und zurück machen will. Kurze Zeit später führte ich ein langes Telefonat mit  Wolfgang, doch was er zu erzählen hatte, hatte nichts mit  PACTOR zu tun.

Die SY GALEB hatte mitten im Atlantik ihren Mast verloren. In der Nacht zuvor gab es 50 Knoten von achtern. Nichts Schlimmes eigentlich,  nur unangenehm. „Micha, die Welle war kurz, steil und unangenehm. Mehrmals ist ein Brecher über die Seite und das Heck, sogar durch die Motorraumentlüftung bis ins Boot rein,“ berichtet Wolfgang. „Dann war auch noch der Autopilot kaputt. Wirre Fehlermeldungen am Terminal, so dass ich nicht vom Steuerrad weggekommen bin. Die ganze Nacht. Die Familie habe ich unter Deck geschickt!“ Nach der anstrengenden Nacht und etwas Schlaf am nächsten Tag konnte Wolfgang, als der Wind endlich nachgelassen hatte, den Autopiloten reparieren. Das Problem lag, wie so häufig, an den Kollektorkohlen. Die Federn etwas auseinanderziehen, die Kohlen mit feinem Schleifpapier von der Korrosion befreien und das Ding läuft wieder. „Das Anstrengenste daran ist, sich kopfüber im Bauch des Schiffes zu versenken. Autopiloten sind in der Regel ja an den unmöglichsten Stellen eingebaut.“ „Da kenne ich was von,“ bestätige ich Wolfgang.

Ohne Mast geht es auch, zumindest mit dem Wind von hinten.
Ohne Mast geht es auch, zumindest mit dem Wind von hinten.

„Am nächsten Tag ist es  passiert. Wie immer nach einem durchgezogenen Sturm, flaute der Wind ab, und die Welle, die sich über hunderte von Meilen aufgebaut hatte, blieb stehen. Und plötzlich, schneller als man es begreifen konnte, fiel der Mast um. Durch die Reling. Es krachte kurz und RUMMS!“ Ich lache nicht mehr. Man merkt Wolfgang an, dass er, auch wenn er am Telefon ganz cool ist, das Erlebnis immer noch so lebendig vor sich hat, als wenn es grade eben erst passiert wäre. „Wir hatten vielleicht noch 25-30 Knoten Wind und zwei Meter Welle. Materialschwäche. Edelstahl. Ein Toggle, der die Wanten am Mast befestigt.“ „Wolfgang, das war einfach Pech.“ „Pech? Micha, es sind 5 Yachten ohne Mast in dieser Saison auf Horta eingelaufen und allen ist der Mast einfach so umgefallen.“ Ich schlucke. „Erst mal habe ich mich natürlich um meine Familie gesorgt. Der Mast hing noch irgendwie an dem ehemals stehenden Gut. Das habe ich schnell gelöst, damit die Reste mir kein Loch in den Rumpf der GALEB hauen. Dann versank der Mast im Nordatlantik. Irgendwo auf 5000 Meter Tiefe“

Surfboardpassatsegel!
Surfboardpassatsegel!

„Das einzige Notsegel, das wir hatten, war ein Surfsegel. Das haben wir geriggt.“ Ich höre Wolfgang aufmerksam zu. „Und wie ging es weiter?“  frage ich nach. „Nun, mit unseren 150 Litern Diesel sahen wir schlecht aus. Damit die restliche Strecke von über 900 Meilen nach Horta auf die Azoren zu kommen war quasi unmöglich.“ „Du hast ja ordentlich was erlebt. Ich hoffe, dass niemandem etwas passiert ist!“ „Nein, Crew und Kapitän sind wohlauf. Es war ja auch kein Sturm mehr. Nach 50 Knoten in der Nacht kommen Dir 30 Knoten sanft vor.“

„Der  Wind drehte schliesslich auf Ost. Mit dem Surfsegel war nichts mehr zu machen. Also lagen wir anderthalb Tage beigedreht. Nicht nach Horta ging der Weg, sondern zurück Richtung Amerika! Die Stimmung an Bord war dementsprechend.“

Auf meine Frage, ob und wie er die SAR (Search and Rescue) Organisationen eingeschaltet hat antwortet mir Wolfgang: „Micha, wir hatten kein Satellitentelefon an Bord. Wofür auch. Auch die EPIRB haben wir nicht aktiviert, denn es lag ja keine direkte Gefährdung von Menschen vor. Wir sind auch nicht gesunken. Also haben wir mit E-Mail via SSB und dem SCS PACTOR-Modem, das Du mir damals auf der Messe verkauft hast, Kontakt mit der Seenotrettungsstelle MRCC (Maritime Rescue Coordination Center) in Northfolk aufgenommen. Mit Sprechfunk wären wir ja gar nicht erst so weit gekommen. Zumal wir auch noch die Hälfte unserer Kurzwellenantenne bei dem Unfall verloren hatten.“ „Das hören wir natürlich gerne, aber erzähl doch mal etwas genauer.“ „Also“, Wolfgang holt Luft: “Northfolk hat die gesamte Koordination der Rettungs- oder besser gesagt Hilfsaktion übernommen. Der gesamte Funkverkehr lief über E-Mail mit dem WINLINK-System ab. Das hat immer zuverlässig funktioniert und ich bin absolut froh, dieses einfache, unkomplizierte Kommunikationstool an Bord gehabt zu haben.

Auch im Notfall kann der Sonnuntergang romantisch sein.
Auch im Notfall kann der Sonnuntergang romantisch sein.

Im Internet kann man auf der Website der SY GALEB, www.himbeerblau.de, die Berichte aus dieser Zeit nachlesen. Im direkten Funkkontakt stand Wolfgang als Funkamateur AF6IO vor allen Dingen mit dem Seelotsen, Christoph Schütze. Auch auf der Internetseite des Seelotsen, www.seelotse.com, kann man interessante Details in der Zeit ab dem 12.05.09 sichten.

Wolfgang erzählt weiter: „Von Rettung kann ja eigentlich nicht gesprochen werden. Ein neues Rigg konnte uns keiner mitten auf dem Atlantik aufsetzen, mit unserem Surfsegel wären wir auch angekommen, aber es hätte Wochen gedauert. Was uns fehlte, waren einige Kanister Diesel. Mit einer Tankstelle wäre uns geholfen gewesen. Mit Hilfe des amerikanischen Rescue Center gelang es Kontakt zu dem griechischen Frachter ALPHA ERA unter maltesischer Flagge aufzunehmen und einen Termin auf offener See abzumachen. Dank GPS heute kein großes Problem mehr. Auch diese Kommunikation ist vollständig über unser PACTOR-E-Mail-System abgewickelt worden. Das Wetter war gut, die Wellen passabel und in Lee des riesigen Schiffs hielt ich die GALEB auf Abstand von der unfreundlich aussehenden Bootswand des Frachtschiffes.

Die GALEB nähert sich vorsichtig dem helfenden Frachter.
Die GALEB nähert sich vorsichtig dem helfenden Frachter.

Die Matrosen schmissen eine Wurfleine, daran hing eine dünnere Trosse, die als Seilbahn diente. Mein Sohn und meine Frau stand auf dem Vordeck und nahmen Kanister für Kanister wertvollen Diesel entgegen, den die Griechen an einer Führungsleine hinunter abseilten, entgegen. So bekamen wir 20 X 25 Liter Kanister Schiffsdiesel.

Seilbahn.
Dieselkanister Seilbahn

 

„Diesel konnte man das nicht unbedingt nennen. Eine dreckige Brühe. Die ersten Kanister habe ich nachts eingefüllt ohne die Qualität des Kraftstoffes zu sehen. Den Rest habe ich peinlich gefiltert.“

Der rettende Kraftstoff ist an Bord.

„Und konntet Ihr mit Kreditkarte bezahlen? Oder hab ihr das auch über PACTOR gemacht?“ fragte ich.

Wolfgang lacht am Telefon. „Geschenk der ALPHA ERA für unsere Familie.“

„Nach dieser grandiosen Aktion konnten wir unseren Diesel tuckern lassen und beruhigt Richtung Horta gehen. Dort sind wir am 26.5.2009 eingelaufen und gebührend empfangen worden. Wir sind allesamt glücklich und gesund angekommen.“

Ankunft in Horta auf den Azoren.

„Und wie waren deine Erfahrungen über den gesamten Trip, den du mit deiner Familie und deinen drei Kindern gemacht hast? Die Ost-West Atlantiküberquerung, der Aufenthalt in der Karibik und die Rückfahrt über den Nordatlantik? Hat sich die Reise gelohnt? Ist das nicht ein sehr kurzer Zeitraum für so viele Meilen?“

„Wir hatten viel Spass und den Kindern (4/11/15) hat diese Auszeit nur gut getan. Sie hatten das Unterrichtsmaterial aus ihrer Heimatschule mit. Eigenverantwortlich lernten sie nach ihren Büchern. Der Rektor und die Lehrer standen hinter der ganzen Aktion, und unsere Internetseite www.himbeerblau.de gehörte wohl zum täglichen Schulalltag der daheimgebliebenen Freunde und Mitschüler.“

Die wahren Helden der SY GALEB, die Papas Träume mitmachen.
Die wahren Helden der SY GALEB, die Papas Träume mitmachen.

Von der Technik her ist außer unserem Mast nicht viel kaputt gegangen. Der ICOM 7000 musste zweimal repariert werden. Leider verträgt er keine Überspannung über 13.8 Volt. Beim Laden der Batterie unter Motor geht die Ladespannung ja meist weit darüber, je nach Lichtmaschinenregler bis auf 14.6 Volt. Erst als ich den 7000er mit einer externen Batterie betrieben habe, die beim Laden unter Motor abgeklemmt wurde, habe ich das Problem in den Griff bekommen. Aber das war es dann auch. Sonst ist eigentlich alles heile geblieben.

Nach der Rückkehr frieren wir hier ordentlich und würden am liebsten sofort wieder lossegeln. Wir haben keinen einzigen Tag bereut, doch der Arbeitalltag ruft. Für uns war es ein Sabbatical Year, jetzt muss ich wohl erst mal sieben Jahre wieder ordentlich reinhauen.

Michael Wnuk, DL1JD/KD7SVU, im Gespräch mit Wolfgang Merz, Dezember 2009, Süd Afrika

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Abenteuer (30.7.2015)

August 6th, 2015 von admin

Die Zeit an Bord hilft den Musen auf die Sprünge. Was zuvor schon Topher widerfahren ist übermannte nun auch Dieter erneut. Daher also hier eine weitere Weltpremiere gutbürgerlicher Dichtkunst:

P1140676_Galeb01

Abenteuer heißt – jeder würde wetten –

nur immerzu ein Leben retten.

Mag man sich auch noch so zieren,

diese Ansicht muss ich revidieren.

Nämlich diese Dinge sind zu schaffen:

In größter Hitze Proviant beschaffen.

Vor dem Baden daran denken:

„Meine Brille nicht versenken!“

Auch Lästereien sind an manchen Tagen

Ganz cool und locker zu ertragen.

Ebenso mal in den Tag zu träumen

Von neuen Sphären, anderen Räumen.

Oder einfach nur mal sitzen

Und in der Sonne höllisch schwitzen.

Abenteuer sind oft ganz, ganz kleine.

Das ist es was ich hiermit meine.

(Dieter)

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Auf dem Schlag nach Sibenik (29.7.2015)

August 4th, 2015 von admin

Nach einer Woche mit einer vergleichsweisen sehr jungen Crew durfte oder musste sich Skipper Wolfgang für diese Woche mit einem etwas reiferen Matrosenkreis auseinandersetzen.

Wir, die etwas ‚betagteren‘ Segelhungrigen, Dieter, Klaus und ich, gingen, nach einer lockeren, stau- und problemlosen Nachtfahrt, auf der Insel Murter an Bord und hoben somit das Durchschnittsalter der Crew schlagartig um ca. 40 Jahre an. Lediglich Moritz relativierte diesen Umstand ein wenig nach unten.

Für mich – der erste Segeltörn meines Lebens – fühlte sich das alles sehr spannend an. Die ‚sagenumwobene‘ GALEB endlich einmal in Natura zu sehen, die wunderschöne kroatische Inselwelt von Meeresseite aus bewundern zu können, sowie das traumhafte Wasser der kroatischen Adria genießen zu dürfen. Und natürlich… das erste Mal auf einem hochseetauglichen und –geprüften Katamaran zu segeln.

Nach dem Bunkern von allerlei Ess- und Trinkbarem legten wir endlich ab – aus so wirklich Segeln wurde aber vorerst noch nichts, denn nach dem morgendlichen Willkommensgewitter war der Wind vollständig eingeschlafen und wir fuhren mit Motorkraft in eine kleine Bucht vor der Insel Arta und verbrachten erst einmal einen relaxten Badenachmittag. Die Insel selbst unbewohnt bis auf ein paar meckernde Ziegen die uns einen Gruß vom Ufer herüber blökten.

P1090928I_Insel

Wir Autofahrer waren ein wenig erschlagen und versuchten zuerst unseren Auto-Jetlag ein wenig mit Dösen an Deck auszugleichen.

Aber dann kam es doch noch zum Segeln – zumindest für Moritz, Wolfgang und mich…und zwar abwechselnd mit dem Dingi und Wolfgangs neuem ‚Toy-Joy‘ einer Segelvorrichtung für das Dingi. Neben dem Schwimmen im türkisblauen Wasser eine nette Abwechslung.

P1090861_Giovanni in SB

Am Tag 2 und 3 segelten wir mit leichter bis ganz schönen Wind durch die Inselwelt und fanden aufgrund des Skippers Spürnase (oder Kartenkenntnissen) jeweils sehr ansprechende kleine Buchten auf den Inseln Zlarin und Zirje zum Ankern und um die südlichen Abende zu genießen. An diesen wurden wir von unserem Schiffskoch Klaus mit viel Hingabe und unter sehr heißen und somit erschwerten Bedingungen kulinarisch verwöhnt, Besonderen Dank an Dich Klaus!

P1090870_GDK_Essen

Jetzt gerade sind wir auf dem Weg nach Sibenik um für mich ‚Schussel‘ nach einer Lesebrille zu suchen, denn meine schöne teure Gleitsichtbrille habe ich leider auf der Insel Zirje in neun Meter tiefem Wasser unwiederbringlich im Seegras versenkt. Nur dem Umstand geschuldet, dass ich mit Dieters, für mich eher zu schwachen Gleitsichtbrille einigermaßen lesen und schreiben kann, entsteht gerade dieser kleine Bericht.

Dieses eher dumme Erlebnis ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich so langsam zur Ruhe komme und merke, dass es mir gefällt auf dem Meer, mit diesem schönen Katamaran von Insel zu Insel zu segeln und zu spüren, wie die Zeit als solches ein Stück seine Wichtigkeit verliert. Nichtstun, schauen, genießen und loslassen…

Sehr schön und ein großes Grazie an Wolfgang, dass Du beim Zusammenstellen der Crew für diese Woche an mich gedacht hast

Eine wertvolle Erfahrung für mich.

(Giovanni)

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Joy-Toy (24.7.2015)

Juli 26th, 2015 von admin

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Wir haben nun ein neues Mitglied an Bord – sehr zur Freude des Skippers und womöglich weiterer Spielkinder. SailBird heißt das Ding, welches unser nun Dinghy beflügelt, so dass es mit Leichtigkeit durchs Wasser gleitet. Das Vögelchen macht richtig Freude und kaum Umstände. Kleine Montagearbeiten haben die Jungefernfahrt verzögert, weil der Kleber für ein zusätzliches Dollenpaar sich so lange Zeit ließ, dass der Skipper auf eine arge Geduldsprobe gestellt wurde. Nun ist die Warterei wie vor Weihnachten endlich vorbei und da haben wir die Bescherung:

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(Wolfgang)

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Trogir (23.7.2015)

Juli 25th, 2015 von admin

Die letzte Nacht haben wir in einer wunderschönen Bucht auf Veli Drvenik verbracht – türkises Wasser, fast wie in der Karibik, luden am Morgen zum Baden ein. Den Gästen von einigen Ausflugsbooten wurde von unserer Mannschaft ein womöglich unvergesslicher Anblick geboten. Trotz allem haben wir uns alsbald in Richtung Split aufgemacht, mit der Absicht, Trogir von Osten her anzulaufen. Wie wir so gemütlich unter Blister dahinsegeln, erschallt auf ein Mal der Ruf „Delphine!“. Umgehend wirft sich der Skipper mit Schnorchelzeug gerüstet ins Wasser. Zwei neugierige Mitglieder der etwa ein Dutzend Seelen zählenden Schule kommen mehrmals relativ nahe um den absonderlichen Fisch zu begutachten. Nun ja – unsere Crew hat mit Schule nix mehr zu tun, deshalb ist nach einigen berührenden Minuten jeder wieder seiner Wege gezogen.

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Kurz bevor wir die Einfahrt in den Meerbusen von Split erreicht haben wurde das Wetter von den Bergen her ziemlich ungemütlich.

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Ein kräftiges Gewitter hat uns die erste Böenwalze geschickt, gerade als wir den Bug Richtung Westen gewendet hatten. Der Blister war schon eine Weile weg, so haben wir ein kleines Stück der Fock ausgerollt, damit uns der Sturm zur westlichen Einfahrt nach Trogir mitnehme. Das tat er dann auch mit einer kräftigen Decksreinigung und Windgeschwindigkeiten über 50 Knoten (8 Beaufort).

Die Crew hat sich im Salon mit Schafkopf bei Laune gehalten, während der Skipper die Dichtigkeit seiner Segelgarderobe ausgiebig getestet hat.

IMG_6738_WM_02    IMG_6731_Karten_01

Nach zwei Stunden war der Spuk ziemlich vorbei, so dass wir noch vor Dunkelheit in Trogir sicher vor Anker gingen. IMG_6724_Gewitter_02

Der Abend in der Altstadt wurde bei üppig Pizza begossen.

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(Wolfgang)

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Sommeer (22.7.2015)

Juli 24th, 2015 von admin

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Hier noch eine Fortsetzung aus unserer Reihe Kleinkunst:

Sonnenerhitzt,

Er schwitzt.

Ölt sich ein.

Springt rein.

Hinterlässt

Ölpest.

(Wolfgang)

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Männer(s)trip (21.7.2015)

Juli 23rd, 2015 von admin

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Schon auf dem Schiff und tauchbereit
mit flockenweißem Popo
schwimmt der erste schambefreit
in blauem Wasser blanco.

Den fremden Leut‘ frohlocken
mit stolzem Langzeitpächter
ohne weiße Tennissocken
die eigenen Gemächter.

Wie schön ist es beim Wasserwippen
Kopf vor ins warme Nass zu dippen
tiefenentspannt Sundowner zu kippen
– ja so was nenn‘ ich Männertrippen.

(Topher)

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Crew-Rest (20.7.2015)

Juli 22nd, 2015 von admin

Ein Teil der Besatzung hat sich den ersten vergnüglichen Teil der Reise gespart und ist planmäßig in Murter zugestiegen. Nun können wir die sommerliche Hitze und das warme Meer nicht nur in vollen Zügen, sondern auch auf einem gut besetzten Boot genießen.

Am ersten Abend haben die Neuankömmlinge gleich wichtigstes Seemannshandwerkszeug gelernt: UNO-Extremo. Nach einer anstrengenden Autofahrt ist das eine echte Herausforderung. Aber auch das haben die Jungs prima hingekriegt.

Hmmmm

 

(Wolfgang)

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